Dämmung der Heizkörpernische

Heizkörper sind wärmer, als andere Elemente an der Innenwand eines Gebäudes. Durch den höheren Temperaturunterschied, geht an diesen Stellen mehr Wärme verloren, als an Anderen. Außerdem ist in älteren Gebäuden die Dämmung der Außenwand an den Heizkörpernischen geringer, als an anderen Mauerstellen. 
Außerdem besteht 32-63% der abgegebenen Wärme einer Heizung aus Strahlungswärme, welche leider zu fast 50% ins Mauerwerk verloren geht und deshalb nicht den Raum erwärmt. 
Die restliche Wärmeenergie wird durch Luftkonvektion an die Raumluft abgegeben.
In Altbauten herrschen hohe Vorlauftemperaturen der Heizung vor. Wenn man nun die Heizkörpernische dämmt, kann selbst dort der Energieverlust um 1/3 reduziert werden, wenn die Dämmung eine metallische Beschichtung hat, sogar bis zu 41% (dies bei 2 Dämmschichten, bei einer sind es etwa 25%).
 
 Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie ihre Heizkörpernische selbst dämmen können!



Wie dämme ich eine Heizkörpernische?

Weil Metalle die Strahlungswärme reflektieren, werden zur Dämmung meistens Plastikfolien mit reflektierender Beschichtung verwendet, auch Reflexionsfolie genannt. Dünne und flexible Systeme zur Dämmung sind nur geeignet, wenn man den Heizkörper nicht demontieren möchte. Diese kann man zumeist in einem Set kaufen. Erforderlich sind die folgenden Systeme/Baustoffe:

  • Polysteroldämmung oder Luftpolsterfolie (beide mit Reflexionsbeschichtung; ca. 4-5mm Dicke)
  • Kleber, wie Doppelseitiges Klebeband (sofern das System nicht selbstklebend ist)
  • Draht
  • Klammern
  • Schnur


Zuerst muss die Größe der Fläche, welche gedämmt werden soll, bestimmt werden. Je breiter die Reflexionsfläche zu jeder Seite des Heizkörpers ist, desto größer ist der Effekt. Sie können aus ästhetischen Gründen die Fläche so groß gestalten, wie der Heizkörper selbst ist, wir empfehlen aber einen Überstand von 20cm zu jeder Seite. Die Fläche, auf der die Dämmung angebracht werden soll, muss nun entstaubt und gereinigt werden. 




Im nächsten Schritt muss nun bestimmt werden, wo sich die Befestigungspunkte des Heizkörpers befinden. Dies kann man von oben und unten jeweils mit einem Zollstock oder einem Stück Karton ermitteln. Wichtig zu beachten ist, dass die Dämmung zerschnitten wird und dann in 3 einzelnen Schritten waagerecht, von links nach rechts, angebracht werden soll, nicht von oben nach unten. 

Dadurch sind die obere und die untere Dämmschicht zwar leicht anzubringen, jedoch nicht die Mittlere. Deshalb führen Sie zuerst die oberste und unterste Dämmschicht ein und drücken diese fest. Sie können ein Buch zur Hilfe nehmen, um die tieferliegenden Stellen zu erreichen. 
 
Zu guter letzt müssen Sie nun die mittlere Dämmschicht anbringen, welche zwischen dem oberen und dem unteren Befestigungspunkt der Heizung verlaufen soll. Dazu nehmen Sie nun die Dämmschicht und befestigen auf der rechten Seite die Klammern, welche Sie an eine Schnur binden. Die Schnur binden Sie an ein festes Stück Draht, mit welchem Sie die Dämmschicht nun durch beide Befestigungspunkte leiten und in Position bringen. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, sollte der Dämmstoff auf den Befestigungspunkten stehen und Sie haben das Schwierigste geschafft. Stellen Sie aber sicher, dass die Dämmung straff gehalten wird, sonst klebt sie sich von selbst an! Im letzten Schritt drücken Sie auch hier wieder mit einem Buch die in Position gebrachte Dämmung fest. So haben Sie nun alle drei Bahnen erfolgreich angebracht!
 
Sofern Sie möchten, können Sie den Prozess mit einer zweiten Dämmschicht wiederholen, dieses Mal aber von oben nach unten, wodurch Sie die Effektivität steigern. 

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