Kostengünstige Umsetzung GEG 

Ein Teil des Gebäudeenergiegesetztes setzt sich mit den Heizungen auseinander. Nach aktuellem Stand wurde es teilweise aufgeweicht und setzt sich grundlegend mit der Reduzierung des Verbrauchs von fossilen Energien sowie den daraus resultierenden Importen auseinander. Es fördert eine effiziente Wärme- und Energienutzung von Gebäuden und forciert erneuerbare Energieträger gegenüber den herkömmlichen Energieträgern. Auch ist anzumerken, dass die Galgenfrist für fossile Heizungssysteme angebrochen ist. Zwar dürfen noch fossile Heizungssysteme verbaut werden, diese müssen jedoch auch in der Lage sein, erneuerbare Energieträger zu verbrennen. Leider haben Heizungen nur eine Lebensspanne von ungefähr 15-20 Jahren und es ist wahrscheinlich nicht abzusehen, dass erneuerbare Energieträger in der Spanne in das bestehende Erdgasnetz eingespeist werden. Somit wäre diese zusätzliche Investition unnütz, da die Funktion der Heizung wahrscheinlich nie zu trage kommen wird. 
Abgesehen davon gilt es auch zu vermerken, dass die CO2-Bepreisung weiter ansteigen wird, sowie die Kosten zur Beschaffung von fossilen Energieträgern immer höher werden, dadurch ist kein zukunftsorientierter und wirtschaftlicher Betrieb möglich. 
Einige Lösungsalternativen wären also die Folgenden: Biomasseheizungen, welche leider nicht sehr empfehlenswert sind, Wärmepumpen und Klimasplitgeräte. 
Laut dem GEG darf vieles umgesetzt werden, jedoch wird es in den meisten Fällen wohl auf eine Wärmepumpe hinauslaufen.

Hybridsystem als mögliche Lösung im Altbau

Im Folgenden sehen wir uns ein Beispiel an, in dem zusätzlich zur alten, aber dennoch funktionierenden Heizung, eine Wärmepumpe verbaut werden soll, um Kosten zu sparen. Dies wäre ein typischer Fall für Altbauten. 
 
Wenn man nun annimmt, dass man in seinem Altbau die bestehende Gasheizung behalten möchte, aber zusätzlich eine Wärmepumpe verbauen will, kann man den Heizungstauschbonus nicht in Anspruch nehmen. Jedoch wird weiterhin die Wärmepumpe mit 30% gefördert.
 
Der Energiebedarf der Heizlast wird immer am kältesten Tag im Jahr festgemacht, damit gewährleistet wird, dass die Heizung immer einsatzfähig ist und das Gebäude warmgehalten werden kann. Ab 15°C Außentemperatur aufwärts muss eine Immobile nicht mehr beheizt werden. 
Zum Beispiel ergeben sich für den Raum Köln-Bonn dann insgesamt 231 Heiztage im Jahr. Minus 8°C entspricht hier der erforderlichen Heizlast, anhand der die Heizung dimensioniert wird. 
Wenn man nun die Heizlast in Relation zur Außentemperatur sieht, dann können an durchschnittlich allen Tagen, an denen die Heizung genutzt werden muss, 66% der genutzten Energie aus der Wärmepumpe entstammen. Nur an den wenigen kältesten Tagen im Jahr wäre eine Zufeuerung durch die Gasheizung von Nöten. Diese würde dann nur zu 34% der gesamten Heizlast beitragen. 
So kann man mit 30% der gesamten Heizleistung bis zu 60% des Jahressnergiebedarfs durch eine Wärmepumpe abdecken. 

Wie sehr lohnt sich ein hybrides System?

Festzuhalten ist, dass wenn ein Hybridsystem realisiert werden soll, kein Heizungstauschbonus in Anspruch genommen kann, dadurch entfallen 10% Förderung. Trotz dessen kann man aber einen Wärmepumpenbonus in Anspruch nehmen, welcher 30% beträgt, sofern das Gesamtsystem zu 65% mit erneuerbaren Energien funktioniert. 
Solche Systeme sind relativ leicht und kostengünstig zu realisieren und es erfordert keine großen Umbaumaßnahmen am Eigenheim, ist dadurch kostengünstig und spart enorme Mengen an Energien ein, da schon eine kleine Wärmepumpe, wie oben beschrieben, Berge der Kosten versetzen kann. 
Außerdem müssen am Gebäude selbst fast keine Maßnahmen ergriffen werden, um dieses System zu etablieren.

Abschließend ist festzuhalten, dass an den kältesten Tagen im Jahr, wenn die Wärmepumpe ihren Heizstab verwenden müsste, um das Haus zu heizen, dies die Gasheizung übernimmt und dadurch enorme Stromkosten gespart werden.

Im Endeffekt ist ein hybrides System eine kosteneffektive Lösung, wenn man das GEG im kleinen Rahmen umsetzten, eine Förderung in Anspruch und große Mengen an Energie einsparen möchte. 

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