Vorlauftemperatur

In diesem Teil beschäftigen wir uns mit der Vorlauftemperatur einer Heizung, wie Sie sie in Ihrem Wohngebäude vorfinden könnten. 
Bei jeder Heizung gibt es eine Vor- und Rücklauftemperatur. Bei der Vorlauftemperatur handelt es sich um das erhitzte Wasser, welches in den Heizkörper geführt wird. Bei der Rücklauftemperatur handelt es sich um die Wärme, welche nach dem Einsatz im Heizkörper, zurückgeführt wird. 


Was sind Vorlauftemperaturen und was machen diese aus?

Bei einem ungedämmten Altbau herrscht eine Vorlauftemperatur von ungefähr 75-90°C vor. Bei Gebäuden mit Dämmung beträgt die Vorlauftemperatur 45-65°C. Wiederrum bei modernen Gebäuden, mit Fußbodenheizung, beläuft sich die Vorlauftemperatur auf 35-40°C. 

Generell gilt: Die Vorlauftemperaturen sind nur an den kältesten Tagen im Jahr erforderlich, um Ihr Eigenheim warm zu halten, die meiste Zeit des Jahres, sogar zu den meisten Tagen im Winter, können sie wesentlich geringer ausfallen.
Früher war es üblich, dass man mit hohen Vorlauftemperaturen gearbeitet hat, deshalb sind Heizkörper auch kleiner ausgefallen. Darum müssen, wenn ein älteres Gebäude saniert wird, die Heizkörper ausgetauscht werden. 

Wenn eine Wärmepumpe verbaut wird, so ist es wichtig, dass die Vorlauftemperatur niedriger ausfällt, dadurch können bis zu 50% des Energieverbrauchs eingespart werden. 
Die Effektivität einer Wärmepumpe wird in einer so genannten "JAZ" angegeben, also der Jahresarbeitszahl. Diese Zahl beschreibt, wie viel kWh Wärme aus einer kWh Strom erzeugt werden können. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie die "JAZ" bei verschiedenen Vorlauftemperaturen aussieht und Sie werden verblüfft sein: 

  • 75°C Vorlauftemperatur -> JAZ von 1,9
  • 50°C Vorlauftemperatur -> JAZ von 2,85
  • 35 °C Vorlauftemperatur (Fußbodenheizung) -> JAZ von 3,54

Wie Sie nun gesehen haben, ist es wichtig, dass die Vorlauftemperaturen der Heizung geringer ausfallen, um wesentliche Mengen Energie zu sparen.
Im Altbau müssen jedoch Maßnahmen ergriffen werden, um die Vorlauftemperatur zu senken. Schließlich möchten Sie sicherstellen, dass es im Winter angenehm warm ist. So könnten die Heizkörper größer dimensioniert sein, mit einer aktiven Lüftung versehen werden oder sogar eine Fußbodenheizung verbaut werden. In jedem Fall sollte eine Dämmung der Heizkörpernischen vorgenommen werden.
 
Dies gilt nicht nur für den Fall der eben beschriebenen Wärmepumpe, sondern auch für eine bestehende Gas- oder Ölheizung!

 
Dies alles spart enorme Mengen an Energie ein. 
Was Sie aber beachten sollten ist, dass Sie das Heizungswasser nicht mit dem Brauchwasser verwechseln, denn dort besteht sonst eine Gefahr durch die Vermehrung von Legionellen. Diese verursachen extreme gesundheitliche Schäden und können nur durch hohe Temperaturen abgetötet werden. 
 
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